Marge pro Transport berechnen: der Praxis-Leitfaden 2026

So ermitteln kleine Speditionen den echten Gewinn pro Transport — vor der Buchung — inklusive Leerkilometer- und Kostenfallen, die Margen unbemerkt auffressen.

Warum die Marge pro Transport die einzige Zahl ist, die zählt

Umsatz täuscht. Sie können im Monat Fracht für 40.000 € fahren und trotzdem Geld verlieren, wenn Ihre Kosten pro Ladung höher sind als gedacht. Für eine kleine Spedition entscheidet die Marge pro Transport, ob das Geschäft überlebt — und die meisten erfahren sie erst Wochen, nachdem der Lkw längst gerollt ist.

Die Grundformel

Marge = Verkaufspreis − Einkaufspreis − direkte Kosten

  • Verkaufspreis — was Ihr Kunde für die Ladung zahlt.
  • Einkaufspreis — was Sie einem Subunternehmer zahlen (0 im eigenen Lkw).
  • Direkte Kosten — Diesel, Maut, Fahrerzeit und der Punkt, den fast alle vergessen: Leerkilometer zur Beladestelle.

Die Leerkilometer-Falle

Eine Ladung mit 1,30 €/km beladen kann zum Verlust werden, sobald 120 Leerkilometer zur Beladung dazukommen. Beim eigenen Fuhrpark immer von dort messen, wo der Lkw tatsächlich steht — nicht ab der Beladestelle. Diese eine Korrektur ändert, welche Ladungen sich lohnen.

Vor der Buchung, nicht danach

Der Fehler ist, die Marge als Monatsbericht zu behandeln. Dann ist die Entscheidung längst gefallen. Profitable Speditionen prüfen die Marge im Moment der Disposition: Verkauf minus Einkauf minus Leerkilometer, bevor sie einem Subunternehmer zusagen oder den eigenen Lkw schicken.

Wie Cargon das automatisch macht

Cargon zeigt den Gewinn pro Transport sofort. Der Verkaufspreis kommt aus dem Auftrag, der Einkaufspreis aus der Frachtführer-Gutschrift, und die Leerkilometer werden von der letzten Entladung des Lkw bis zur neuen Beladung berechnet — die angezeigte Marge ist also die Marge, die Sie tatsächlich erzielen. Die Fuhrpark-Auswertung je Lkw fasst das zusammen, damit Sie wissen, welche Fahrzeuge und Relationen wirklich verdienen.

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